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März 2004

YIN & YANG

Energie im menschlichen Körper als Grundlage für die asiatischen Kampfkünste


Bereits vor 3000 – 4000 Jahren legten schon die chinesischen Mediziner die Grundlage der Organtheorie fest, die zum Teil philosophischer Natur und Ursprung ist und auf den Kenntnissen der Energetik beruhte. Und von Generation zu Generation übertrugen die chinesischen Kampfkunstmeister die Kenntnisse dieser Energetik des Organprinzips und benutzten sie zur Übung und zum Praktizieren ihrer Kampftechniken. Die Energie oder Lebensenergie schlechthin, auch Chi oder Ki genannt, ist überall im Lebendigen als bewegende und bewahrende Kraft gegenwärtig. Dadurch ist ohne Chi keine Existenz, ohne Energie keine Bewegung, ohne Bewegung keine Fortentwicklung, ohne Fortentwicklung keine Änderung, ohne Änderung keine Besserung, ohne Besserung kein Gleichgewicht zwischen Positiven und Negativen, zwischen Starkem und  Schwachem, zwischen Schnellem und Langsamen, möglich. Diese Chi (Ki) – Energie teilt sich wiederum in zwei Ströme, genannt YIN & YANG.

Lebensenergie:
Das YIN repräsentiert das Weibliche, Bewahrende, Dunkle, oder auch Passive dar. YANG stellt das Männliche, Veränderliche, Helle oder auch Aktive dar. Alles was Chi ist, zerfällt in diese beiden Teile. Die Kraft, die das Lebendige ist, ist Chi, d.h.., der Mensch existiert nur durch Chi; seine Lebenskraft Chi zerfällt also in YIN& Yang. Nach der chinesischen Vorstellung bedeutet die Harmonie und Integration das Leben, wobei YIN & YANG im menschlichen Körper im Gleichgewicht stehen sollen. Die Energie„vagabundiert“ aber nun keineswegs im Körper herum, sondern zirkuliert in geordneten Bahnen, den so genannten Meridianen(Siue-Dau). Diese Siue-Dau verlaufen im Körper doppelseitig auf festgelegten Wegen und man kann sie durch gedachte Hautlinien anschaulich darstellen. Hier muß aber gleich betont werden, daß die Siue-Dau in der Tiefe des Körpers verlaufen und keineswegs richtige Hautlinien sind, sondern daß die z.B auf Meridiankarten dargestellten Hautlinien anschauliche Gedächtnishilfen sind und sonst nichts.
Das ist wichtig zu wissen, denn nicht nur die Siue-Dau verlaufen in der Tiefe des Körpers, sondern auch die auf ihnen liegenden Akupunktur - und Akupressurpunkte sind tief im Körper eingebettet.

Die dritte Energieform, die Verteidigungsenergie, entspricht allen Prozessen der elbstregulation des Körpers, die in der Lage sind, YIN & YANG im Gleichgewicht zu halten.

Merke:
Die menschlichen Organe befinden sich zu verschiedenen Tageszeiten in wechselnder YIN & YANG Phase. Bei überwiegender Yin – Phase ist ein Organ schwach, schmerzempfindlich und verletzbar, bei überwiegender YANG – Phase ist der Organzustand umgekehrt bzw. stark, Schmerzunempfindlich und nicht so leicht verletzbar Wenn man nun, auf die Budokünste bezoen, weiß, zu welcher Tageszeit welches Organ schwach ist, kann man es bei seinem Gegner angreifen oder sein eigenes Organ vor dem Gegner schützen

Wie man hiermit erkennen kann, ist das Thema Budokünste ein sehr komplexes Thema. Man darf bei den Kampfkünsten nicht nur das „technische“ sehen. Ein guter Kämpfer sollte sich auch mit dem medizinischen, esoterischen und philosophischen Aspekt beschäftigen. Nur dann erreicht er eine optimale Umsetzung seiner Kunst..

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