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September 2004

Philosophie

und einige Statements von Großmeister VanLea Hong aus früheren Zeiten.


"Ich komme zu Dir mit TAKAMA
Doch sollte ich gezwungen sein, mich zu verteidigen, meine Prinzipien oder meine Ehre, sei es eine Frage von Leben und Tod, von richtig und falsch, so sind dies meine Waffen:        Takama.

Hier ein paar Erlebnisse des Autors mit seinem damaligen Freund und Meister Sensei VanLea Hong.

Als ich Meister Hong das erste Mal traf und nach der Möglichkeit eines Probetrainings fragte, gab er mir zur Antwort: "Wir alle probieren ein Leben lang!" Als ich fragte, was ich mit bringen soll, sagte er mir "Geduld" und fragte mich, ob ich was gegen Ratten hätte. Erst da sah ich, das er im Training stets eine Farbratte dabei hatte, die er "Thomas" nannte.(Thomas hatte dann im Laufe der Zeit viele Nachfolger!!) Die meisten seiner Schüler legten sich übrigens auch irgenwann irgendwelche Nager zu......
Als ich ihn fragte, wie lange seine Ausbildung bei ihm denn dauert, meinte er: "Du fängst da was an, was du nie zu Ende bringen wirst. Ich werde dir vieles beibringen, was du lange üben mußt, bist du es kannst und dann, wenn du es beherscht, brauchst es eigentlich nicht mehr. Es dient nur dazu, auf dem Weg zu bleiben."
Damals verwirrten mich seine Sprüche öfters aber heute verstehe ich, was er mir damit sagen wollte.

Wenn ich im Training mal wieder zu weit ging, sagte er oft zu mir:
"Trainiere nicht zu übertrieben, denn weniger ist mehr".
Auch wenn ich im Sparring mit ihm oft viel zu langsam war nahm er mich auf die Seite und sagte mir. "Wenn du deine Geschwindigkeit steiern willst, dann trainiere deine Techniken langsamer".

Einmal wollten wir unseren Meister testen und kreisten ihn ein. Wir waren 12 Schüler und hatten uns abgesprochen, unseren Lehrer alle im gleichen Moment mit verschiedensten Techniken anzugreifen. Nach dem Motto : Auch Sensei Hong hat nur 2 Arme und 2 Beine, mal sehen was passiert.
....und es "passierte"!! Meister Hong machte einen Salto über uns aus dem Kreis und griff uns dann von außen an. In Sekunden lagen die Hälfte von uns am Boden und die andere Hälfte wollte nicht mehr weitermachen. Meister Hong lachte und sagte "Macht das lieber nicht wieder, einen Meister zu testen, geht meistens daneben".
Einmal machten wir zu dritt mit Meister Hong einen Traingskampf und ich bemerkte, daß er uns öfters etwas nachdenklich ansah. Als ich ihn darauf ansprach und fragte ob wir denn irgend etwas falsch machen, weil wir ja dauernd nur einsteckten, kam eine Erklärung: "Nein nein, ihr kämpft recht gut, nur will ich heute Abend ins Kino und überlege gerade ob ich vorher noch Essen gehen oder mir zu Hause was koche"!
 .......... ist gar nicht bei der Sache und verhaut uns alle mal eben so..... dachten wir.
Das Training bei Meister Hong war sehr hart aber er war stets mehr für uns als nur "Lehrer".
Ich bin stolz darauf, sein Freund geworden zu sein und gebe viele seiner Weisheiten auch heute noch im Training weiter.

Ich glaube, die beste Möglichkeit einen Meister zu ehren ist, in seine
Fußstapfen zu treten.

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