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Dezember 2005

Der Körper als Waffe. Wie wird er eingesetzt?


Alle "normalen" Waffen haben einen gemeinsamen Nachteil: Man muß sie bei sich haben!
Schlimmstenfalls kann passieren, daß eigene Waffen gegen Dich selbst verwendet werden. Das ist auch bei modernen Waffen heute noch so.
Wir können aber auch unseren Körper als Waffe einsetzen. Diesen kann keiner (außer durch Tod) wegnehmen. Unser Körper hat eine Vielzahl an Waffen zur verfügung und in der Verteidigung ist alles erlaubt, was hilft. Betrachten wir unseren Körper einmal näher und fangen von oben an:
Die gefährlichste Waffe unseres Körper ist unser Kopf, denn der beeinhaltet unser Gehirn. Unser Verstand ist wohl die schlimmste Waffe, die es gibt. Mit ihm werden alle Aktionen unseres Tun`s gesteuert. Keine Technik, ja keine Abwehr jeglicher Form wäre ohne entsprechende Verhaltensmuster möglich, sei sie instinktiv oder antrainiert.
Die Außenhülle, sprich Schädel kann für gezielte und sehr harte Kopfstöße eingesetzt werden. Mit den Schultern kann man ebenso harte Stöße austeilen oder schwere Lasten tragen (z.B. bei Würfen). Die Ellenbogen sich brutale Waffen im Nahkampf. Viel Stärker als die Fäuste, können sie große Kräfte übertragen. An den Händen verstecken sich eine große Anzahl von Waffen. Faust, Fingerknöchel,Handgelenk und Handkanten können tödliche Waffen sein. Auch die Finger selbst können, richtig eingesetzt, brutale Verletzungen am Gegner verursachen.

Fingertechniken sind vor allem im alten TAKAMA ein Hauptbestandteil. Es gibt da auch eine Logik: Bei einem Stoß mit dem Arm nach vorne, entsteht je nach Einsatz des Auftreffpunktes der Hand oder Faust ein bestimmter Druck auf den qcm am Zielpunkt. Je kleiner der Auftreffpunkt, je größer der Druck auf den qcm.Da der Finger den kleinstmöglichen Auftreffpunkt darstellt ist damit der Druck auch am größten. Allerding bedarf es bei dieser Anwendung langes Vorbereitungstraining und viel Übung. Ein ausgebildeter Kämpfer des TAKAMA ist in der Lage, selbst Bretter mit nur einem Finger zu durchschlagen! Seine Finger sind extrem trainiert und werden im Laufe der Zeit wie Zinken einer Heugabel. Diese alten Fingertechniken waren früher sehr gefürchtet.

Gehen wir weiter zur Hüfte. Diese kann gut zu Würfen oder Stößen eingesetzt werden. Auch zur Verstärkung von Fauststößen eignet sie sich hervorragend. Man kann die starke Kraft der Hüfte z.B. bei einem Seitenverkehrten Fauststoß (gyaku-zuki) durch das Eindrehen mit auf die Fausttechnik übertragen und dadurch eine größere Wirkung erzielen. Mit dem Knie kann man im Nahbereich heftige Stöße ausführen. Die ganzen Beine sind gute Verteidigungswaffen. Man hat eine größere Reichweite und viel mehr Kraft damit als beispielsweise mit den Armen. Tritte in jeglicher Form können den Gegner unter umständen sofort schwer verletzen oder töten.Auch Feger und Würfe sind mit den Beinen möglich. Am Fuß selbst entscheidet die angewandte Technik den Auftreffpunkt (wie bei den Armen auch). Auch am Fuß kann ich Fußkanten, Versen, Spann etc. ähnlich wie bei der Hand einsetzen. Nur sind die Kräfte da viel höher und die Techniken etwas anders.

Wie man sieht, gibt es an unserem Körper mehr Waffen als manche sich vorstellen können. Diese Waffen sind angewachsen und jeder trägt sie immer bei sich. Es gibt eine große Zahl von Kampfkünsten in der Welt. Aber eines haben alle gemeinsam. Man lernt im Training diese angewachsenen Waffen zu trainieren, überdurchschnittlich auszubilden und sich so seine persönlichste Waffe herauszu arbeiten:

                                     Seinen eigenen Körper!

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