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Januar 2005

Atemübungen, KI und der Fluß in der Bewegung


Anschließend an das Thema vom Juni 04:
Es gibt vielerlei Arten der Atemgymnastik und Bewegungsmeditation, die eigentlich dasselbe Ziel verfolgen. Nämlich Körper und Geist in Harmonie zu bringen und die Lebensenergie (KI) ungehindert fließen zu lassen. Im Takama - Stil gibt es davon 5 Formen zu lernen, welche unterschiedlich im Körper auf Organe und Kreislauf wirken. Auch in anderen Kampfsportarten findet man solche Übungen, die auch da den selben Zweck erfüllen. Schauen wir uns im Takama-Stil die Art der Umsetzung einmal genauer an:
Die Bewegungen der 5 Formen im einzelnen würde hier zu viel Platz nehmen, deshalb nur das Prinzip der Ausführung.
Eingeatmet wird immer durch die Nase, ausgeatmet durch den Mund (siehe Archiv Juni 04). Beim Einatmen langsam und so tief wie möglich, bis auch mit Anstrengung keine Luft mehr in die Lungen geht. Diesen Punkt etwa 2 sek. halten, dann langsam wieder sehr tief ausatmen, am Schluß die Lungen richtig "auspressen" und wieder ca 2 Sek.so halten. Dies Trainiert vor allem die Lunge und die Atemkontrolle. Auf diese Art könnte man fast alle Formen, auch Kampfformen laufen und dadurch den KI -Fluß mit trainieren.
Im 2.Stadium versucht man nun, Atem und Bewegung zu harmonisieren und achtet dabei vor allem auf eine gleichförmige Atmung, die ebenso gleichförmig mit der Bewegung harmonisch zusammengebracht wird. Im Laufe der Zeit wird man immer mehr Einklang zwischen Atmung und Bewegung verspüren und alles wird zum normalen Ablauf der Dinge. Dieses Gefühl der Harmonie und der fließenden Energie wird dann z.T. auch im Kampf angewendet. Man versucht oftmals bei Ausführung einer Technik auszuatmen und Energie und Spannung aufzubauen. Danach kommt in der Regel eine Entspannung und Ausatmung, um sein KI im Gleichgewicht zu halten.Die Zeitabstände dabei können sehr kurz sein.
Übertragen auf eine Kampfsituation sollte man nie dauernd mit maximaler Energie und maximaler Geschwindigkeit vorgehen. Man muß Kämpfen wie ein "Marathonläufer, nicht wie ein "Sprinter"! Dadurch hält man seine Energie besser im Gleichgewicht und hält länger durch. Abgesehen davon, stuft der Gegner meine angewandte Geschwindigkeit als meine persönliche Schnelligkeit ein und merkt zu spät, daß ich auch noch mehr lossprinten kann. Auch merkt man nur schlecht, ob meine Kondition nachlässt, da zwischen max. möglicher und eingesetzter Kampfgeschwindigkeit noch etwas Spielraum besteht.

Zusammenfassend kann man sagen, daß bei harmonischer Atmung und Körperbewegung, die irgendwo bei einer Technik ihren Zenit mit anschließender Entspannung findet, enorme Energien frei werden. Das eindrucksvollste Beispiel, des sichtbar machens solcher "Energieexplosionen" ist ein Bruchtest (siehe Archiv).

Archiv :

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