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Juli 2005

Meditationsarten im alten TAKAMA - System und deren Sinn in der Kampfkunst


Ergänzend zu HP Thema Jan. 2005 möchten wir die Arten der Meditationstechniken mal etwas genauer erläutern:

Es gibt in unserem Stil 2 Arten der Meditation:
Bewegungsmeditation und Tiefenmeditation.

Bei der Bewegungsmeditation ist, wie der Name schon erahnen lässt, der Körper in vorgegebener Bewegung und man versucht Körper und Geist in meditativen Einklang zu bringen. Ebenso hat jede, der insgesamt 5 Bewegunsmeditationsformen, einen bestimmten Reiz- und Trainingseffekt auf unsere inneren Organe und Muskeln.
Im einzelnen sieht das wie folgt aus:

1. Form (Heian Hara, der Körpermittelpunkt)
Diese Form wirkt in hohem Maße auf unsere Lunge und fördert eine Erhöhung des Lungenvolumens sowie eine Stärkung des gesamten Atmungsapparates. Es ist ebenso eine Form, die KI einsammelt und im Körper anreichert.

2.Form (Heian Yin & Yang, Himmelm und Erde)
Diese Form holt KI aus dem Himmel und Erde und bringt diese Kräfte zusammen. Sie unterstützt ebenso den Aufbau von extremer Körperspannung und anschließender Entspannung, sowie die Durchblutung des gesamten Körpers.

3. Form (KI -DO, der Weg der Energie)
In dieser Form läßt man KI in bestimmte Richtungen fließen und entwickelt ein Gespür für unsere eigene Bioenergetik. Man "arbeitet" mit KI.

4. Form (Washi odori, der tanzende Adler)
Diese Form läßt Ki durch uns hindurchfließen und über unsere Arme abfließen. Deshalb hat man z.T. nur noch mit einem Bein Kontak zum Boden. Außerdem baut diese Form enorm die Beinmuskulatur auf und schult den Gleichgewichtssinn.

5. Form (KI - SAN - DO, Energie der 3 Wege)
In dieser Form bringt man KI aus 3 Richtungen zusammen und zentriert diese in seinem Hara bevor man es wieder in die Erde abgibt. Dabei werden in Hohem Maße die Standfestigkeit der Gleichgewichtssinn und die Beinmuskulatur trainiert. Das i wirkt hier auch auf die Verdauungsorgane und Leber.

Somit hat jede Form seine Besonderheit und man bringt Körper und Geist zusammen. Die Bezeichnungen dieser Formen werden heute in japanischer Sprache ausgedrückt. Die Übersetzung ist aber sinngemäß gleichgeblieben. Man kann die Bewegungen, die sehr langsam ausgeführt werden, mit den Bewegungen im Tai Chi, oder Qigong vergleichen, jedoch ist der Ursprung ist ein ganz anderer.


Kommen wir nun zur Tiefenmeditation:

Bei der Tiefenmeditation gibt es 2 Arten. Einmal gehe ich "in" meinen Körper, beim anderen Mal gehe ich aus meinem Körper "heraus".
Den genauen Ablauf aller Techniken können wir hier leider nicht veröffentlichen, da diese Übungen ohne Anleitung gefährlich, ja sogar tödlich sein können. Man braucht eine bestimmte Reife um diese Art der Meditation gefahrlos praktizieren zu können.

Wenn man unsere ""innere" Tiefenmeditation zur Entspannung benutzt, bringt man sich zunächst in eine bequeme Sitz oder auch Liegeposition und schließt die Augen. Zuerst konzentriert man sich auf seine Atmung und läßt diese ruhig fließen. Besonders beim Ausatmen läßt man alles kraftlos heraus. Sollten irgendwelche Sinneswahrnehmungen von außen einströmen (Geräusche, Gerüche etc.),), gehören sie einfach zu meiner Situation dazu. Ich bin ein Teil von allem. Jetzt mache ich mir die Schwere meines Körpers bewußt. Man beginnt bei den Beinen (rechtes zuerst) und fühlt, wie schwer sie am Boden liegen. dasselbe nun mit den Armen, anschließend mit dem ganzen Körper. Danach versucht man in seinen Körper hinein zu hören, sein Blut zirkulieren zu fühlen, sein Herz zu spüren, den ganzen Körper zu fühlen und dabei zu entspannen. Alles funktioniert von allein - ohne Kraft. Bis man einen Punkt der Körperlosigkeit zu spüren beginnt.
In der weiteren Meditation kann man nun beginnen, seinen Körper zu beeinflussen, d.h. man kann den Herzschlag oder die Atmung steigern oder reduzieren, den Blutfluß partiell beeinflussen. Bis zu einem Punkt, bei dem das Bild eines Scheintodes entsteht ( extrem reduzierte Herzfrequenz, flache Atmung, kein spürbarer Puls mehr).
Es gibt dafür eine besondere Anleitung, die wir hier aber nicht veröffentlichen möchten.
Dies sollte man  nur mit Anleitung und niemals alleine tun, da diese Übung schlimmstenfalls, wenn man einen Schritt zu weit geht, tödlich enden kann!!

Wählt man den Weg der "äußeren" spirituellen Tiefenmeditation bewegt man sich auf esoterisches bzw. religiöses Terrain. Dabei versucht man, den Geist und Körper von der Einheit zu trennen und den Geist auf eine spirituelle Reise zu schicken, bei der ich mich auf das besinne von wo ich her komme, wo ich mich im Moment befinde und wohin ich möchte. Dabei gibt es "geistige" Barrieren, die ich nicht überschreiten darf, da dies schlimme Folgen hätte. Man würde sich dabei nach Überlieferung in einer "Zwischenwelt" verlieren und nicht mehr zurück finden.

Dies alles hängt auch etwas mit der indischen Götterwelt zusammen. Auch INDRA, die Urheberin unseres Kampfstiles soll eine Gottheit gewesen sein ( siehe unter "Geschichte des TAKAMA - Stils" ).

Beide Meditationsarten sind Teil des alten TAKAMA`s und dienen ebenso der mentalen und körperlichen Stärkung eines Kriegers, wie die Kampftechniken selbst. Man sollte sie deshalb nicht vernachlässigen.
 

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