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Mai 2005

Anleitung für Schüler von Kampfkünsten.


Ergänzend zum Thema "Der Meister und sein Schüler" (Archiv, Nov.2003) gibt es einleitend folgendes zu bedenken:

Eine Kampfkunst, gleich welcher Art, ist immer etwas besonderes! Man kann sie nicht mit irgend einer anderen Sportart vergleichen. Kampfkünste sind, bis vor gar nicht so langer Zeit, nur für ganz wenige Schüler zugänglich gewesen und es war auch selbst unter Insidern sehr schwer, einen guten Meister zu finden, der bereit war einen Schüler aufzunehmen. Auch die heutigen Meister sind sich ihrer Verantwortung bewußt und werden nicht jeden Bewerber gleich aufnehmen. Nur besondere Schüler, die die Bedeutung der Kampfkünste verstehen und sich dazu eignen, haben das Glück, ein ganz besonderes Wissen lernen zu dürfen. Wer eine Kampfkunst richtig erlernen will, muß sie zu seinem Lebensinhalt machen. Sie aus einer Laune heraus lernen zu wollen, weil es im Moment mal "in" ist oder weil ich Freunde damit beeindrucken will, funktioniert nicht. Kampfkünste sind keine FUN - Sportart, die man mal anfängt und wieder ablegt, wenn es keinen Spass mehr macht. Um sie zu erlernen, bedarf es eiserner Disziplin und Willenskraft. Die Ausbildung wird zum Teil sehr hart werden! Wer dazu nicht bereit ist, sollte sich für etwas anderes entscheiden, denn er wird versagen. Ein Meister sagte einmal: "Der Weg ist schwer und hart, der Erfolg klein aber manchmal unerreichbar!"

Wie überall im Leben gibt es Regeln. Für Schüler von Kampfkünsten (oder die es werden wollen), möchten wir einmal Tips geben wie man sich im allgemeinen im Training gegenüber seinem Meister und seinen Kameraden verhalten soll. Wir sprechen dabei auch aus, was für die meisten kein Problem aber für einige wenige Schüler der möglicherweise letzte Tipp ist, bevor man ihn vom Training ausschließt.

  1. Komme stets pünktlich zum Training. Solltest du einmal zu spät kommen entschuldige dich bei deinem Meister!
     
  2. Grüße immer beim Betreten und Verlassen des Trainingsraumes.Grüße ebenso deinen Partner vor einer Übung (Respekt!).
     
  3. Erscheine stets im korrekten und sauberen Kampfanzug. Erscheine selbst sauber zum Training, d.h. saubere Hände und Fingernägel, saubere Füße,  gepflegte Haare.
     Belästige deine Kameraden nicht mit einer vernachlässigten Körperpflege!
     
  4. Im Training hast du nur Kameraden vor dir, keine Gegner. Verhalte dich dem entsprechend. Wenn dein Partner bei einer Übung "Stopp" sagt oder  abklopft heißt das:   "Sofortiger Abbruch der Übung!!"
     
  5. Übe nur das, was der Meister dir aufträgt. Blödsinn will keiner sehen! Keiner will wissen, was du schon alles kannst, denn eigentlich kannst du noch gar nicht`s! Der Meister weiß am besten, wie  er dich ausbilden muß. Er kennt deine Schwächen und Stärken besser als du selbst und weiß, wie er dich zum Ziel führen kann.
     
  6. Denke immer daran, daß du durch schlechtes Verhalten deine Kameraden beim Lernen störst und das undiszipliniertes Verhalten auch ein schlechtes Licht auf deinen Meister wirft. Er wird es nicht lange mit ansehen!
     
  7. Die meisten Schulen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Deshalb verhalte dich stets so, daß ein Besucher nur gutes nach draußen tragen kann.Blamiere deinen Meister oder deine Mitschüler nicht durch unreifes Verhalten! Das wäre für dich das Ende!
     
  8. Wenn es in deiner Schule zusätzliche Regeln gibt, lerne und befolge sie.
     
  9. Denke immer daran, daß du etwas besonderes lernst und daß du du das Glück hast, einen Meister gefunden zu haben der bereit ist, dir sein Wissen beizubringen.
     
  10. Verhalte dich außerhalb deines Trainings ebenso! Zeige keine "2 Gesichter", d. h., daß du das im Training angewandte Verhalten (Disziplin, Rücksichtnahme, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Respekt) deinen Mitmenschen auch "draußen" entgegenbringst.

All diese Regeln dienen deiner persönlichen Charakterbildung und haben mit Schikanen nicht`s zu tun. Auch im Leben gibt es Spielregeln, an denen man sich halten muß oder die Folgen bei Nichtbeachtung zu spüren bekommt. Wer als Schüler dies begriffen hat, ist auf dem richtigen Weg. Kampfkünste sind wie das richtige Leben: Mal auf mal ab, mal schwer mal leicht. Mal kommen Hürden mal geht`s leicht. Man darf vor einem Problem nicht verzagen und muß immer seinen Weg gehen, auch wenn man manchmal nicht sieht wo er hinführt. Dafür habt ihr euren Meister, der euch führt. Vertaut ihm!

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