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Februar 2006

BO ist nicht gleich BO!
Japanische Stöcke als Waffe eingesetzt.


Es gibt unzählige Arten von Stockkampfwaffen. Beschränken wir uns einmal auf die Japanischen und schauen sie uns  von ganz lang bis ganz kurz einmal genauer an:


Bei den Längenangaben gilt im japanischen folgendes: 1 SHAKU =  ca. 30cm


Bajobo:

Seltene Bo-Variante mit einer Länge von 13 Shaku (ca. 3,90 m), auch Pferde-Bo genannt. Diese Waffe stellt die längste Stockwaffe dar.

Kushakubo:
Kushakubo (auch Kyushakubo) stellt mit einer Länge von 2,70 m eine der zweitlängsten Stockwaffen dar (Ku = neun, shaku = jap. Maßeinheit).

Heute wird diese Waffe selten geübt, es existiert noch eine Kata mit dieser Waffe. Früher war sie eine beliebte und weitverbreitete Waffe, da durch seine Länge große Kräfte freigesetzt werden konnten. Dies war oft nötig, um einen Kampf mit einem Samurai so schnell wie möglich beenden zu können. Eine weiterer Vorteil war die mögliche Kontrolle eines Gegners über eine große Distanz. Durch seine Größe ergaben sich jedoch auch Nachteile: Die Handhabung war langsam und weniger beweglich wie bei anderen Stockwaffen und sie konnte in engen Räumlichkeiten gar nicht oder nur bedingt eingesetzt werden. Er konnte außerdem nicht verborgen werden, so musste das Tragen wie auch das Training mit dieser Waffe vorsichtig gehandhabt werden

Hashakubo:

Auch Hasshaku bo genannt, 2,40 m (Ha = 8 shaku = jap. Maßeinheit) langer Stock.

Rokushaku -  Bo:

Der Rokushakubo wird auf Okinawa auch als Kon oder Kun bezeichnet.

Die Bezeichnung Rokushakubo bezieht sich auf seine Länge von ca. 1,80 m (Roku = sechs, shaku = jap. Maßeinheit). Er weist in der Mitte einen Durchmesser von etwa 3 cm auf, und verläuft zu den Enden hin konisch, mit einen äußeren Durchmesser von ca. 2,5 cm. Letztendlich wird die Länge des Bo durch die Körpergröße bestimmt. Er sollte deshalb immer etwas länger als die Körpergröße sein, um optimalen Schutz zu gewährleisten. Durch die konische Form soll verhindert werden, das ein starkes Greifen des Bo erschwert wird. Damit der Gegner am Bo keinen Halt fand wurden die Enden oft auch mit Öl getränkt. Außerdem verringert sich dadurch seine Bruchgefahr. Der japanische Bo jedoch ist in seiner ganzen Länge gerade.

Es gibt verschiedene Varianten des Bo: Die Formen sind: Zylindrischer Bo = Maru bo, quadratischer Bo = Kaku bo, sechskantiger Bo = Rokukaku bo, achtkantiger Bo = Hakukaku bo und in der runden Bambusform = Take bo. Eine weitere Form war der Eisen bo = Tetsu bo. Vor dem 1600 Jahrhundert wurden alle hölzernen Waffen aus weißer chinesischer Eiche oder rotem Ahorn hergestellt, später wurden dann die Waffen meistens aus japanischer roter Eiche gefertigt. Hierbei wurde das Holz über einem Feuer getrocknet, dadurch wurde es widerstandsfähiger und härter. In der traditionellen Verwendung war es eine Stange, die über die Schulter gelegt wurde, um Wasser oder andere Lasten zu tragen. Es gab hier zwei Möglichkeiten: Entweder er wurde von einem Träger benutzt, der jeweils die Last auf beide Enden verteilte und den Stock dann waagerecht und mittig über die Schulter legte. Bei schwererer Last wurde er von zwei Trägern verwendet. Diese legten sich waagerecht den Stock auf die Schultern und in der Mitte wurde dann die Last aufgehängt. Er wurde auch als Wanderstab verwendet oder als Bootsstange, zum Abstoßen und Antreiben kleiner Boote. Es gibt Kampf- Systeme dieser Stockwaffe, die man als Bojutsu oder auch Konpo bezeichnet und es wird von Historikern behauptet, es gäbe mehr Stile des Bojutsu (über 300) als Karate-Stile. Der "Kon" ist mit größter Wahrscheinlichkeit die älteste Waffe Okinawas und unterscheidet sich vom jap. Bo in der Anwendung.

Der Vorteil des Bo ist vor allem die Überbrückung großer Distanzen. Am Anfang wird die Waffe in den einzelnen Dritteln gehalten, später sollte ein flexiblere Griffhaltung entwickelt werden um die volle Verwendung der Distanzen auszunützen. In der Hand eines Experten wird der Bo zu einer fürchterlichen Waffe, vor allem durch die große Wirkung, die durch eine Schlagtechnik mit dem Bo erzielt werden kann. In einem engen Raum ist er jedoch nur bedingt einsetzbar. Der Bo erfordert wegen seiner großen Kräfte einen stabilen Stand und einen festen Körper. Außerdem entwickelt der Umgang mit dieser Waffe einen kräftigen Oberkörper. Die Techniken des Bo erstrecken sich über Block-, Schlag-, Stoß- und Schwungtechniken, es sind aber auch Fegetechniken, Wurf-, und Würgetechniken möglich.

Der Bo als natürlichste und einfachste Waffe war wahrscheinlich die wohl erste Waffe überhaupt; weltweit.

 Bezeichnungen des Bo: 1= Kontei (Chi) oder Saki (Ende des Bo) , 2 = Chukon-bu (Jin) oder Moto (Zentrum des Bo), 3 = Kontei (Ten) oder Saki (Ende des Bo), 4 = grundlegende Position der beiden Hände am Bo.
Formen des Bo: 5 = von links nach rechts: Maru bo, Kaku bo, Rokukaku bo, Hakukaku bo und Take bo.

Jo:

Auch Yonshakubo, Tsue, oder Sutiku genannt, (Yon = vier, shaku = Maßeinheit ca. 30 cm), mit einer Länge von ca. 1,20 m und einen Durchmesser zwischen 2,5 bis 3 cm. Der Durchmesser war gewöhnlich über die ganze Länge gleich. Gelegentlich wurde der Jo an beiden Enden zu einer sehr scharfen Spitze verdünnt. Die Techniken des Yonshakubo wurden Generationen hindurch vom Meister an seinen Nachfolge weitergegeben. Häufig wartete man damit, bis ein Schüler ein Alter erreicht hatte, in dem er die Einzigartikeit und die Wirkung dieser Waffe tatsächlich verstehen konnte. Selbst heute ist es noch üblich, daß die jüngeren Schüler in die Kunst der langen Stockwaffen eingeführt werden, während der Yonshakubo, der keine körperlich Kraft benötigt, von den Alten geübt wird. Seine Handhabung ist völlig anders als die des Bo. Durch seine Größe sind sehr schnelle Bewegungen möglich, indem man ihn zwischen den Händen gleiten läßt. In der Verteidigung wurden gewöhnlich beide Hände verwendet, um den mittleren Teil des Bo zu unterstützen. Es wurden hauptsächlich vitale Punkte angegriffen, oder es wurde gehebelt und gequetscht. Er wurde auch auf den Gegner geschleudert.

 Goshakubo:

1,50 m langer Stock (Go = fünf, shaku für Maßeinheit = ca. 30 cm).

Gusan:

Auch Gusanjo genannt, 1,20 m langer Stock mit einem ovalen Querschnitt

Gekiguan:

Stock mit einer Länge von 1,20 m an dem eine Kette mit Gewicht befestigt ist.

Chinte:

Diese Waffe wurde mit Sicherheit für den Kampf,  von Bauern aus Okinawa hergestellt und ist keine Ableitung irgendwelcher Arbeitsgeräte. Es handelt sich hierbei um zwei Bambus- oder Holzstangen (ca. 45 bis 60 cm, Durchmesser ca. 7,5 cm), die mittels Schnüren an den eigenen Unterarmen befestigt wurden, unmittelbar am Handgelenk und am Ellbogengelenk. Dabei befand sich an jedem Ende ein Loch wo die Lederschnüre oder Hanfseile gezogen wurden. Die Stöcke wurden so befestigt das sie parallel zum Unterarm verliefen, vorne etwa 15 cm über die offene Hand und an den Ellbogen einige Zentimeter über das Gelenk hinausragten. Einige Chinte waren an einem oder an beiden Enden zugespitzt um so bei Stoßtechniken die Wirkung zu erhöhen. Auch alle anderen Techniken des Tode wie z.B. die Blockaden wurden erheblich verstärkt. Eine Besonderheit bei dieser Waffe ist, das die Hände frei bleiben konnten, was z.B. ein Greifen der gegnerischen Waffe ermöglichte. Ein sehr ausgefeiltes Nahkampfsystem resultierte aus einer Verbindung der Waffen Chinte und Tekko. Auch mit anderen Waffen kann die Chinte kombiniert werden.

Einen Chinte kann man mit einem oder zwei Tanbo ebenfalls realisieren, wenn man mit einem Band oder den Gürtel (Obi) sie an den Unterarm bindet.

Hanbo:

Stockwaffe mit einer Länge von 90 cm, auch als Sanschakubo (San = drei, shaku = jap. Maßeinheit) bekannt. Die japanische Methode des Hanbo wird vor allem im Kukishin-ryu (Ninjitsu) gelehrt. Hergestellt wurde er vor dem 1600 Jh. aus chinesischer Eiche oder rotem Ahorn, später aus dem Holz der japanischen Eiche, es wurde auch Bambus oder Rattan verwendet. Der Durchmesser des Stocks beträgt über seine gesamte Länge zwischen 2,5 und 3,5 cm. Sie wurden auch paarweise verwendet.

Die frühen Formen dieser Waffen hatten ein kleines Loch am Stockende, woran eine Schnur oder ein Lederband befestigt war, das zwischen 35 und 50 cm lang war. Der Kämpfer wickelte es um sein Handgelenk, um zu verhindern, das er seine Waffe aus der Hand verlor. Andere Varianten hatten eine längere Schnur, die um die Hüfte gebunden wurde, um den Hanbo auf diese Weise zu transportieren. Die Schnüre führten auch zu besonderen Verwendungen des Sanshakubo. Er konnte geworfen oder gedreht und an der Schnur wieder in die Hand zurückgenommen werden. Der kürzere Hanbo hatte den Vorteil, daß er leicht zu verbergen war, doch gegen die gefährlichen Schwerter der Samurai hatte er nicht so viel Effektivität wie die längeren Waffen. Ein Schwertschlag konnte ihn ohne weiteres zerschneiden. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Techniken mit dem kurzen Hanbo sehr von den Techniken mit den langen Stockwaffen. Das wichtigste Element ist hier die Überraschung. Dies bildet die Grundlage für alle Praktiken mit den kürzeren Waffen. Die Meister lehrten, das alle Techniken mit dem kurzen Hanbo sehr schnell sein mussten und auf die Ausweichbewegungen des Körpers ein größerer Akzent gelegt werden musste als bei anderen Stockwaffen. Die Abwehrbewegungen sind weit mehr auf Ableitungen der gegnerischen Angriffe bedacht, als z.B. auf Blocken. Auch wurden Techniken entwickelt, mit denen eine sehr schnelle Richtungsänderung des Schlages möglich war (z.B. zwei kurze Schläge nacheinander ohne Unterbrechung). Die meisten traditionellen Techniken mit dieser Waffe betonen kreisförmige oder stoßende Bewegungen. Gegen ein Schwert waren schnelle Bewegungen aus dem Handgelenk notwendig, während man mit Fußbewegungen beständig dabei war, den schneidenden und stechenden Techniken des Schwertes auszuweichen. Mit dem Sanshakubo bewaffnet, die Herausforderung eines Samurai anzunehmen, war sehr gefährlich. Die Meister dieser Variante mußten deshalb ein außergewöhnliches Können entwickeln und dies führte dazu, das die Techniken des Sanshakubo heute hochentwickelt und sind.

Folgende Techniken werden ausgeführt: Schlagtechniken (Furi-waza), Stoßtechniken (Tsuki-waza), Schwungtechniken (Kaiten-waza) Des weiteren sind Festlegetechniken, Transporttechniken, Wurftechniken, Hebeltechniken und Würgetechniken geläufig. Es werden dabei bevorzugt Atemipunkte angegriffen.

Eine Geschichte über die Entstehung des Hanbo: In einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen einem Samurai und einen Bo-Kämpfer wurde durch einen Schwertangriff des Samurai der Bo des Verteidigers in zwei etwa gleiche Teile zerschnitten (Hanbo = halber Bo). Der Bo-Kämpfer verteidigte sich mit den beiden ihm verbliebenen Teilen des Bo weiter und konnte den Samurai letztendlich besiegen. Der Hanbo war geboren.

Shoshakubo:

Der Shoshakubo war eine kurzreichende Waffe, die ursprünglich aus weißer Eiche, rotem Ahorn und schließlich aus japanischer roter Eiche hergestellt wurde. Die meisten Stöcke waren völlig rund, hatten einen Durchmesser von 2,5 bis 3 cm und eine Länge von 30 -45 cm. Manchmal waren sie an beiden Enden zu einer sehr scharfen Spitze verjüngt. Auch kannte man Variationen, die an einem Ende eine Schnur oder ein Lederband befestigt hatten. Geübte Shoshakubo Kämpfer konnten den Shoshakubo auch werfen und besaßen darin eine Treffsicherheit bis zu 12 m. Je kürzer die Stockwaffen waren, um so mehr betonte man ihre Verwendung zusammen mit den Techniken des Todes. Durch die kurzen Stockwaffen entstanden in den Kampfkünsten viele Techniken beider Hände oder durch den Tanbo. Heute sind sie allgemein üblich. Wahrscheinlich kommen sie aus den Praktiken des Umganges mit dem Tanbo und Shoshakubo, in denen solche Techniken bevorzugt gelehrt werden.

Takebo:

Bambusstock oder Rohr.

Tanbo:

Auch als Nitanbo oder Nijotanbo bezeichnet, es handelt sich hierbei um zwei kurze Handstöcke. Der Tanbo ist etwa 60 cm lang, 3 bis 3,5 cm dick und wird gewöhnlich aus roter japanischer Eiche hergestellt. In den meisten Fällen wird er paarweise gebraucht (Nitanbo). Es gab Varianten, an deren Ende eine Schnur befestigt war, wodurch der Stock gewirbelt werden konnte, und man das Ende der Schnur festhielt. Der Tanbo oder die Nitanbo (zwei Tanbo) wurden von den jap. Bauern zur Selbstverteidigung benutzt. Solche kurzen Stöcke waren vielfältig in ihrem alltäglichen Gebrauch und daher als Verteidigungswaffe sehr beliebt. Man suchte andauernd nach neuen Möglichkeiten und Varianten, und so entwickelten sich die Techniken des Tanbo auf einer hohen Ebene. Es liegt außerdem sehr nahe, daß die  Tanbo Techniken von denen des philippinischen Stockes (Baton), beeinflusst worden sind. Im Laufe der Zeit entwickelten sich viele Variationen des Tanbo. Einige von ihnen hatten Spitzen über die gesamte Länge des Schaftes mit Ausnahme der Griffflächen. Heutige Abkömmlinge des Tanbo finden sich in den japanischen Polizeiknüppeln.

Tankon:

60 cm langer Einhand-Stock, andere Bezeichnung für Tanbo.

Chizekunbo:

Der Chizekunbo zählt zu den Faustwaffen. Diese Waffe stellt wahrscheinlich die Urform der Faustwaffen dar, woraus sich später die Waffen Teko, Tekchu und Tekko entwickelten. Es wurde aus einem Teil eines Hartholzzweiges hergestellt, das genau in eine geschlossene Faust passte. Alle Faustwaffen des hatten in erster Linie den Sinn, die Wirkung eines Stoßes oder einer Schlagtechnik zu vergrößern.

Dajio:

Zwei mit einem Seil verbundene Stäbe mit einer Länge von jeweils 15 cm.

Shinbo:

Auch Shobo oder Shoshinbo genannt, eine Faustwaffe, bestehend aus einem kurzen Eisenstück an der ein Ring befestigt ist. Durch diesen Ring wird der Mittelfinger geführt. Sein Gebrauch ist dem Chizenkun bo ähnlich.

 Verschiedene Formen:

Tekchu:

 Ein kurzer Stab mit Ring und Spitze. Der Tekchu gehört zu den Faustwaffen (Chizekunbo) und vereinigt Aspekte des Chizekunbo und des Teko. Die meisten Tekchu Modelle werden aus China importiert. Ihre Entstehung oder auch Ursprung ist unbekannt, auch wenn es eine chinesische Form des Tekchu gibt, das sich von einem Werkzeug ableitet, das von Fischern benutzt wird um Netze zu reparieren. Überdies gibt es in Mikronesien eine Waffe, die man Hai-Knöchel nennt, gemacht aus dem Holz der Mangroven Bäume auf dem Haifischzähne befestigt sind. Die Waffe besteht aus einem Metallring, der an einen Metallschaft geschmiedet ist. Auf der oberen Seite des Ringes befindet sich eine scharfe Spitze. Der Ring passt genau in den Mittelfinger, so dass die Spitze zwischen den Knöcheln der geschlossenen Faust herausragt. Die Waffe wurde ursprünglich aus Holz, danach aus Blei oder anderen weichen Metallen und später aus Eisen hergestellt. Bei manchen Tekchu waren die beiden Enden scharf zugespitzt und standen an jeder Seite der Faust hervor. Er wurde einzeln oder paarweise verwendet, und mit ihm konnten alle Techniken des Tode noch wirkungsvoller ausgeführt werden.

 Tekko:

Der Tekko, auch Tetsubuki bedeutet übersetzt Eisenfaust, er ist eine spätere Entwicklung aus dem Tekchu, gehört zu den Faustwaffen (Chizekunbo) und stellt einen Schlagring dar. In einem jap. Dokument, wird diese Waffe erstmals erwähnt. Der Tekko wurde im 19. Jh. ausschließlich aus Eisen hergestellt. Er war so geformt, das sich die Vertiefungen des Schaftes genau den Fingern der Hand anpassten. Über dem Knöchelteil der Faust lag ein vollständig gegossenes Eisenband. Dieses hatte drei große Spitzen, die ungefähr 2,5 cm über die Faust hinausragten und drei der vier Faustknöchel darstellen sollten. Die Spitzen waren meist rund und äußerst scharf. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Tekko auf Okinawa sehr verbreitet. Zu dieser Zeit hatte sich dort die Kampfkunst (Tode) sehr stark entwickelt. Praktisch jeder Meister, der diese Kunst beherrschte, hatte auch den Umgang mit dem Tekko vollständig gemeistert. Heute jedoch ist die Popularität des Tekko gering, und er ist selbst auf Okinawa nur noch selten anzutreffen. Fast alle Techniken des Tode konnten ohne große Veränderung auch mit dem Tekko ausgeführt werden. Der Tekko wurde entwickelt, um die Schlagkraft der Fausttechniken zu erhöhen (man konnte sogar durch eine Rüstung dringen) und dabei die Faust vor Verletzungen schützen. Es gibt heute viele Formen des Tekko. Manche Historiker meinen, der Ursprung des Tekko war der Steigbügel am Sattel eines Pferdes, er war sofort vorhanden und konnte leicht umfunktioniert werden. Er war leicht zu verstecken und konnte leicht transportiert werden. Die paarweise Verwendung des Tekko ist einigen traditionellen chinesischen Waffen ähnlich. Eine andere Theorie sagt aus, das der Tekko auch dafür gedacht war, Fischernetze ins Boot zu ziehen, und dabei Verletzungen an den Händen zu vermeiden.

 Verschiedene Arten des Tekko:


Yawara:

Faustwaffe, verstärkt die Wirkung von Fausttechniken, wie bei Tekko, Teko, und Tekchu (siehe dort).


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