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Juni 2006

Weniger bekannte Waffen des alten  Japans.


Ehemalige Arbeitsgeräte und Waffen, die man nicht gleich als Waffe erkannte.

Viele "Waffen des Bushido" sind aus früheren Arbeitsgeräten, Jagdwaffen oder ganz alltäglichen Gegenständen entwickelt worden. Hier ein paar Beispiele:

Eiku:
Bei dieser Waffe handelt es sich um ein Bootsruder. Die Länge beträgt zwischen 1,35 - 1,60m. Der runde Griffteil ist ungefähr 1 m lang, der Paddelteil hat eine Länge von 40 bis zu 60 cm, wobei der klingenähnliche Teil auf eine Breite von ca. 9 cm abgeflacht ist. Die äußeren Kanten dieser Fläche sind angeschärft, damit sie sich nach außen hin verdünnen. Das Paddel Ende des Eiku ist in einem 45 Grad-Winkel zugespitzt und ebenfalls meistens geschärft. Es gab Kämpfer, die dieses Ende so schärften, das es wie ein Speer verwendet werden konnte. Der Eiku Griff hat einen Durchmesser von etwa 3 cm, und der Paddelteil hat in der Mitte des abgeflachten Endes eine Dicke von 1,5 cm. Das Eiku entwickelte sich in der Umgebung der Fischer, die es täglich zur Arbeit gebrauchten. Die Fischer hatten durch den täglichen Umgang genug Kraft in den Armen und im Oberkörper entwickelt, um es leicht und schnell einzusetzen. Es war insbesondere sehr effektiv gegen das japanische Samurai Schwert und den japanischen Speer. Der Eiku-Übende brauchte nicht zu befürchten, daß das Ruder durch einen kraftvollen Schwertschlag in zwei Teile geschnitten wurde. Der runde Griff des Paddels ermöglichte alle Stocktechniken, während der flache Paddelteil wie eine Klinge verwendet werden konnte. Ein Hieb mit diesem Teil hatte dieselbe Wirkung wie der Schlag mit einer Axt. Da das Paddel zur täglichen Arbeit verwendet wurde, konnte es auch offen mit geführt werden.

Das Eiku stammt wahrscheinlich ursprünglich aus China. Dieses Werkzeug wurde auch das Schwert der Fischer genannt.

Bezeichnungen des Eku: 1 = Ushiro Tsukagashira (hinteres Ende), 2 = Moto (Zentrum des Eku), 3 = Monouchi (Klinge des Eku, beidseitig), 4 = Saki (Klingen - Spitze), 5 = Yoko (Seite des Eku).





Kuwa:
Der Ursprung dieser Kunst ist der Kama ähnlich und es handelt sich hier um ein landwirtschaftliches Werkzeug. Es handelt sich in der Tat um eine Hacke mit einem scharfen Metallteil. Zum Angriff werden folgende Teile eingesetzt: Kante bzw. Rand der Eisenfläche (Klinge), Front oder Kopf der Eisenfläche (Klinge) und der Griff. Eine Technik, die oft verwendet wird, besteht darin, Erde in die Augen des Gegners zu schleudern und ihn fortgesetzt mit der Kuwa zu schlagen. Diese Technik hat sich durch den Kontakt der Bauern mit jap. Meistern der Kampfkünste und chinesischen Experten immer mehr verfeinert. Das Urmodell dieses Werkzeugs, ähnelte was den Stiel betrifft, dem heutigen, nur das Eisenteil war ursprünglich ein Tierhorn.Sie ist schwierig zu handhaben, einmal wegen ihren Gewichtes und wegen ihres wichtigen Ungleichgewichtes, sie wird ab 5.Dan geübt..



Nuntebo:
Es handelt sich hier um einen Fischerspeer, der auch Nunti oder Nuntei genannt wird. Ein Nuntebo ist eine Kombination aus Nunti und einen Rokushaku bo, insgesamt eine Länge von ca. 190 bis 200 cm. Der Nunti misst dabei eine Länge von 20 bis 30 cm. Dieses Gerät wurde möglicherweise von den Fischern als Harpune verwendet. Er wurde auch dazu benutzt Fische oder Netze ins Boot zu ziehen. Durch den täglichen Gebrauch dieses Werkzeuges war er wie das Nunti oder die Kama in Japan nicht verboten und konnte so ständig mitgeführt werden. Die Nunti-bo Techniken sind den Bo-Techniken sehr verwandt. Wenn der Nunti-bo als Waffe verwendet wurde, wurden zusätzlich zwei Nunti entweder am Rücken oder am Unterbauch in den Gürtel gesteckt. Diese Nunti konnten gegen den Gegner geschleudert werden. Dies ist eine der Techniken, die Shinko Matayoshi Sensei bei Meister Kingai in Shanghai (China) erlernt hat. Eine Variante des Nuntibo war der Nuntesu. Bei dieser Waffe wurde der Sai am Ende des Stockes angebracht.



Puku:
Jagdspeer.

Hoko:
Japanische Hellebarde, ein Kopie des chinesischen Kwan-dao

Naginata:
Die Naginata ist ein langschaftiges Schwert, mit einer Länge von 2 bis 3m. Sie wurde früher vor allem von den Fußsoldaten verwendet, die diese Waffe gegen angreifende Reiter einsetzten. Auch die Frauen der Samurai benutzten diese Waffe und auch heute noch wird diese Waffe vor allem von Frauen trainiert. Eine Variante war die Nagamaki oder Nagakami, die einen kürzeren Schaft besaß, deren Klinge allerdings länger war.



 Nata:
Ein Jagdsäbel.

Rokushaku kama:
Ein 1,80 m langer Stock mit Sichel (30 cm), auch Cho gama (lange Sichel) genannt. Auch als Rokushaku gama oder Kama yari bekannt. Die Standartbewegungen dieser Waffe sind die des Bo.



 Tatami tempei:
Elastisches Hirschleder, etwa 1m lang und 30 cm breit, mit kurzen eingenähten Holzteilen an beiden Enden, zum sicheren Greifen des Leders. Der Elastizität des Leders musste dabei große Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Die Besonderheit dieser Waffe war nämlich das Abwehren bzw. das Auffangen eines scharfen Schwertes mit diesem Leder. Durch seine Elastizität gab das Hirschleder nach und selbst scharfe Schwerter konnten es deshalb nicht durchschneiden. Das Schwert konnte somit blockiert, aber auch eingewickelt werden, um es zu kontrollieren, danach folgte eine abschließende Tode-Technik.



Toyei nobori kama:
Ein 170 cm langer Stab mit beilförmiger Klinge.

 Tuja:
Ein dreigezackter Fischerspeer.

 Yamanaji:
Ein Bergschwert.

 Yari:
Ein langschaftiger Speer

 Tessen:
Unter Tessen versteht man einen sogenannten Eisenfächer. Man unterscheidet in Japan zwei Formen von Fächer: 1. Der Ogi ist ein zusammenfaltbarer Fächer, meistens aus Holz gefertigt. 2. Der Uchiwa , ein geschlossener, nicht aufklappbarer Fächer (oder Fächerattrape). Er wurde von den Offizieren der japanischen Armee dazu verwendet, Befehle anzuzeigen und zu unterstreichen. Durch den Umstand der Etikette, die Waffen an der Eingangstür abzulegen wurde der Tessen schnell zu einer Waffe zur Selbstverteidigung umfunktioniert. Es entwickelten sich viele Richtungen des Tessenjutsu. Heute wird das Tessenjutsu oft in Verbindung mit dem Hanbojutsu gelehrt, da beide Systeme viele Gemeinsamkeiten in den Techniken haben. Aus technischer Sicht kann mit dem Tessen blockiert, geschlagen, gestoßen, gehalten werden, außerdem sind Atemidruck und Fingerhebel möglich.

Timbe/Rochin:
Unter Timbe und Rochin versteht man den Schild und den Speer, beides zusammen bildet das Timbejutsu.

Verschiedene Formen des Timbe und Rochin: 1 = Timbe aus den Panzer einer Schildkröte, 2 = Timbe aus Bambus, 3 = Timbe aus Eisen, 4 = 2 Varianten von Maru Rochin, 5 = 2 Formen von Sanmenka Rochin, 6 = 4 verschiedene Shimenka Rochin. Die Namen der Rochin basieren auf der Form des Querschnittes der jeweiligen Spitze. 7 = Seiryuto (Buschmesser):

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