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Mai 2006

KAMA
verschiedene Ausführungen


Welche Arten gibt es?
(Ergänzung zum HP – Thema im Archiv)


Kama:


Das Kama (Sichel) wurde ursprünglich zum schneiden von Reis, Korn oder Zuckerrohr verwendet.
 
Vor ca. 700 Jahren begann die Verwendung von Eisen für landwirtschaftliche Geräte. Zur gleichen Zeit wurden aus Japan und China die ersten Waffen eingeführt. Kama wurden zum ersten Mal als Waffe während des Bauernaufstands im Jahr 1314 eingesetzt. Durch den Kontakt mit chinesischen Kampfkunsttechniken und später mit dem Tode hat sich das Kama-jutsu bis in unsere Tage weiterentwickelt. Die Kama-Technik wurde so effektiv, daß sogar Schwertkämpfer einer Auseinandersetzung mit Experten mit dieser Waffe lieber aus dem Weg gingen. Sie stellt wohl die blutigste Waffe der Ryukyu Waffen dar. Die Klingenlänge (meistens 15 bis 17 cm) und die Form wie auch der Schaft variiert. Die Sichel und der Stil bilden einen 90 Grad Winkel. Die Ecke der Klinge zum Schaft sollte eine Rille haben, zum fangen des Bo oder anderer Waffen. Das Gewicht des Schaftes ist abhängig vom Benutzer und sollte zum Ende hin dicker werden. Dies ermöglicht leichteres Fangen oder Gleiten beim verändern der Griffhaltung. Die Klinge sollte hinreichendes Gewicht besitzen, um sicherzustellen, das es der schwerste Punkt der Waffe darstellt, dies ermöglicht auch einen leichteren Gebrauch.

Es gibt verschiedene Arten der Klingenform: Kusakakkari kama, Kusakari kama, Nata kama. Aber auch verschiedene Arten der Form: So gibt es die Kama in Verbindung mit einem Stock: Rokushakukama . Es gab auch die Variante bei der zwei Kama durch eine Kette oder Schnur miteinander verbunden waren. Diese Form nennt man Nicho kama. Bei einer weitere Variante war die Kama an einem Seil oder Kette befestigt (Kusari kama). Mit der Kette wurde der Gegner gefesselt und dann mit dem Kama angegriffen. Bei einer anderen Variante waren sie an einer kurzen Schnur gebunden, das wiederum am Handgelenk befestigt wurde, um die Kama zu sichern. Diese Form des Gebrauchs der Kama ist selbst für den Praktiker sehr gefährlich. Man sollte zu Beginn des Trainings mit Holzkama üben, jedoch wird empfohlen, so bald wie möglich das Training auf echte Kama umzustellen. Denn Fehler mit Holzkama werden erst richtig bewußt wenn man mit echten übt. Man kann sich vor der Klinge dadurch schützen, indem man einen Klingenschutz (z.B.:Klebeband) verwendet.

Ein sehr wichtiger Faktor beim Training mit Kama ist die Schulung der Aufmerksamkeit, sie darf niemals gelockert werden. Mit der Kama sind Techniken des Schneidens, aber auch Techniken zum Festklemmen, Schlitzen, Zerhacken, Abwehren und Blocken möglich.
Bezeichnungen der Kama: 1 = Ushiro Tsukagashira (hinteres Ende) oder Soko (Boden des Kama), 2 = Moto (Zentrum der Kama) oder Nigiri (Griff der Kama), 3 = Ha (Schneide), 4 = Saki (Klingen – Spitze) oder Kissaki (vorderster Punkt der Schneide oder Klinge), 5 = Shinogi (First – Zeile), 6 = Monouchi (Klinge) oder Mine (Rückgrat der Klinge), 7 = Gedan Tsukagashira (Stirnseite) oder Kashira (Kopf der Klinge).
 


Klingenformen der Kama: Die häufigsten Formen: 8 = Kusakakkari - kama, 9 = Nata – kama, 10 = Kusakari – kama, unter 11 drei weitere Formen, die ganz rechts abgebildete Klingenform nimmt einen Teil des Griffes ein, was eine andere Handhabung bzw. was andere Techniken ermöglicht oder zuläßt.

 

 Kama gusari:
Auch Kusarigama genannt, eine Variante der okinawanischen Kama. An einer Sichel wurde ein Seil oder in ihrer späteren Entwicklung eine Kette befestigt. Diese Kette wurde entweder am Ende des Griffes oder an der Rückseite der Klinge angebracht. Die Länge der Kette oder des Seils betrug 2,4 bis 3,6 m und wurde am Ende mit einem Gewicht versehen, das aus Eisen oder aus einen anderen schweren Gegenstand war.
Durch den späteren Einsatz der Kette, wodurch die Waffe ihren Namen erhielt, entstanden viele neue Möglichkeiten im Umgang der Waffe. Vor allem die Möglichkeiten in der Veränderung der Distanz und in ihrer Reichweite war diese Waffe schwierig einzuschätzen. Ein Nachteil bestand darin, das sie sich leicht verfangen konnte.
Verschiedene Formen des Kama gusari:


 


Nichokama:
Eine eher seltene Variante der Kama: Zwei Sicheln die mit einer Schnur oder einer Kette verbunden sind. Die Länge der Kette oder Schnur variierte stark, es waren Längen von 1,80 bis 3 m bekannt. Eine Besonderheit in der Anwendung dieser Waffe war die Möglichkeit den Gegner zu fesseln, um dann die entscheidende Technik auszuführen. Durch das wirbeln einer Kama, die andere wurde für den Nahkampf bereit gehalten, wurde eine große Wirksamkeit beim Aufprall erzielt. Sie konnte eine Samurai-Rüstung leicht durchschlagen. Es gab aber auch Formen deren Schnurlänge 35 cm betrugt, wodurch vor allem eine bessere Kontrolle erreicht wurde.
 

 Rokushaku kama:
Ein 1,80 m langer Stock mit Sichel (30 cm), auch Cho gama (lange Sichel) genannt. Auch als Rokushaku gama oder Kama yari bekannt. Die Standartbewegungen dieser Waffe sind die des Bo.

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