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März 2006

SAI
welche Arten gibt es?


Ergänzung zu unserem Artikel Sai im Archiv
 


Sai:
Dreizack aus Metall auch Tsuujo no Sai genannt, seine alte Bezeichnung war Teshaku (Eisenherrscher). Der Sai ist sehr alt und hat eine lange Geschichte, er wurde im 13. Jh. erstmals in Indien geschichtlich erwähnt. Er ist in zahlreichen Ländern des asiatischen Raumes verbreitet, in China nennt man den Sai Sankuchu oder T’ieh-ch’ich, in Indonesien Tjabang, Tichen, Tekpi oder Trisula.

Man nimmt an, das Seeleute aus Sumatra oder Java es auf Okinawa eingeführt haben. Eine andere Theorie besagt, chinesische Mönche, die die Kriegskünste übten, haben sie eingeführt. Auf Okinawa gebrauchten auch einige Chikusaji genannte Polizeibeamte (Feldwebel) diese Waffe zur Selbstverteidigung.

Die Tsume ist kegelförmig rund oder achteckig, der Griff wurde mit Leder oder Schnur umwickelt um einen besseren Griff zu haben. Der Sai reicht 3 cm über das Ellbogengelenk hinaus. Das Gewicht schwankt je nach Typ zwischen 0,5 und 1,5 Kg (Tetsu-Sai = Sai aus Eisen). Es gibt auch Sai aus Bambus (Shinai-Sai) und Sai aus Gummi (Gomu-Sai), die jedoch reine Übungsgeräte darstellen. Hauptsächlich wurden die Sai paarweise benutzt, in einigen höheren Sai-kata wird ein drittes Sai am Gürtel oder auf dem Rücken mitgeführt. Dieses Sai wird dann benutzt um ein geworfenes Sai zu ersetzen. Es existieren auch Kata mit nur einem Sai. Mit dem Sai kann blockiert, geschlagen und gestoßen werden, auch Klemmtechniken sind möglich. Ein Schwert oder eine andere Waffe kann abgefangen und mit bestimmten Voraussetzungen zerbrochen werden. Der Gebrauch eines Sai hängt viel vom Geschick des Praktikers mit seinem Daumen ab, Körpereinsatz und Suri ashi haben große Bedeutung, die Techniken des Tode konnten problemlos übernommen werden. Die Entstehung des Sai ist unbekannt, einige meinen sie sei aus einer Heugabel entstanden, andere meinen es wäre die Haarnadel (siehe Kanzashi) der chinesischen Frauen, wieder andere meinen es sei das Schwert des Indr, ein großer Hindra-Gott, in seiner Hand das Vajra, den göttlichen Dreizack, heiliges Machtsymbol des Tantrismus. Manche gehen auch davon aus, das es in China ein Werkzeug für den Reisanbau war, eine Art Vorstecher, um Löcher für die Reispflanzen zu schaffen.

In Japan existiert eine ähnliche Waffe mit nur einer Gabel: Die Jutte oder Jitte. Diese Waffe hat sich jedoch unabhängig vom Sai entwickelt.

 Bezeichnungen des Sai: 1 = Tsukagashira (Knauf oder Kopf des Sai), 2 = Moto (Zentrum des Sai), 3 = Monouchi (Klinge), 4 = Saki (Klingen – Spitze), 5 = Tsume (Gabel – Spitze), 6 = Yoku (Gabel), 7 = Tsuka (Griff):
 

Verschiedene Formen der Tsukagashira:
 


Manji sai:
Es handelt sich hier um eine Variante der Sai. Während der Knauf (Tsukagashira) dem der Sai gleich ist, sind die äußeren Zinken (Yoko) in S-Form , identisch mit denen des Nunti. Er war auf Okinawa sehr beliebt und weit verbreitet. Er wird auch als Matayoshi-Sai bezeichnet. Der Begriff Matayoshi-Sai (Sai des Matayoshi) kommt daher, daß Shinko Matayoshi der erste Experte auf Okinawa war, der dieses Werkzeug auf der Basis eines gleichen Instruments anfertigte, wie er es in Shanghai (China) gesehen hatte.

 Bezeichnungen des Manji sai: 1 = Moto (Zentrum des Sai), 2 = Monouchi (Klinge), 3 = Saki (Klingen - Spitze), 4 = Tsume (Gabel - Spitzen), 5 = Yoku (Gabeln), 6 = Tsuka (Griff), 7 = Tsukagashira (Knauf oder Kopf des Sai).
 


 Nunti:
Nunti bedeutet . Sai mit doppelter Spitze, er besitzt keine Tsukagashira, dafür ist der Nunti (auch Nunti sai) mit zwei Monouchi ausgestattet. Es gibt hier die Variante mit zwei gleich langen Monouchi, oder die Form mit verschieden langen Monouchi, die auch am meisten zu finden ist.

Das Nunti wurde von den Fischern benutzt, um Fische ins Boot zu ziehen (wie auch Nuntibo) oder auch zum Netze einholen. Es fiel nicht den damaligen Blankwaffenverboten zum Opfer, da es zum Fischfang gebraucht wurde. Das Nunti konnte auch sehr präzise geworfen werden.

Im Bubish, eine der ältesten Handschriften über Kampfkunst, wird dieses Werkzeug beschrieben und Saibu genannt. In diesem Buch wird betont, daß diese Waffe während der Ming Dynastie entstand. Diese Waffe, die an die Spitze einer Lanze erinnert, wurde vor ca. 600 Jahren zusammen mit anderen Waffen aus China kommend in Okinawa eingeführt.

 Bezeichnungen des Nunti sai: 1 = Moto (Zentrum des Sai), 2 = Mae monouchi (vordere Klinge), 3 = Mae saki (vordere Klingen – Spitze), 4 = Tsume (Gabel – Spitze), 5 = Yoku (Gabel), 6 = Ushiro monouchi (hintere Klinge), 7 = Ushiro saki (hintere Klingen – Spitze):
 

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